Neues und Historisches

Gestaltungssatzung und Kommumales Denkmalkonzept als Lösung?

Gestaltungssatzung und Kommumales Denkmalkonzept als Lösung?

i 30. November 2016 von U. Beyer

Ergebnisse des Gesprächs im BLfD am 28. 11. 2016 -

Denkmal- und Ensembleschutz waren Thema eines Gesprächs mit dem Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil und weiteren Spitzenvertretern des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, zu dem Ursula Beyer, die Vorsitzende des Heimat- und Kulturkreises Pfaffenhofen, am 28. 11. 2016 eingeladen war. Unterstützt wurde sie von zwei Vertretern des Denkmalnetzes Bayern. Der Pfaffenhofener Kurier hat die Problematik in Pfaffenhofen schon im Vorfeld aufgegriffen. Die Abendschau brachte einen zweiminütigen Beitrag.

Trotz zahlreicher guter Argumente (siehe "Denkmalschutz für Fassaden sowie Ensembleschutz" vom 24. November) ließ sich das Amt nicht von der neuen Richtlinie abbringen, Gebäude aus der Denkmalliste zu streichen, wenn nur noch die historische Fassade erhalten ist. Die Fassade allein gilt nicht mehr als Denkmal.

Dennoch wurde das Gremium durch Fotos aus Pfaffenhofen davon überzeugt, dass Handlungsbedarf besteht. Als Möglichkeiten, das Hauptplatzensemble vor weiteren Bausünden zu bewahren, nannte Prof. Pfeil neben einer verbindlichen Gestaltungssatzung das "Kommunale Denkmalkonzept" unter Einbindung der Bürgerschaft. Der Generalkonservator und weitere Vertreter des BLfD kündigten an, im kommenden Jahr diesbezüglich mit den Verantwortlichen in der Stadt in Verbindung zu treten.
Meike Gerchow, Gründungsmitglied des Denkmalnetzes Bayern, schlug für das kommende Jahr einen Ortstermin in Pfaffenhofen vor, mit Vertretern des BLfD, des Denkmalnetzes und Kommunalpolitikern. Der Generalkonservator, sein Stellvertreter und die Gebietsreferentin für Pfaffenhofen sagten bereits zu.
Die Verantwortung für den Umgang mit Baudenkmälern und für die Gestaltung des Stadtbildes liegt auf kommunaler Ebene. Das Landesamt für Denkmalpflege will sich möglichst heraushalten. Deshalb ist es notwendig, unter Beteiligung der Bürger ein Konzept zu entwickeln, das als verbindliche Grundlage für Baugenehmigungen gilt. Auf diese Weise werden dem oft zu rasch wechselnden Personal in der Genehmigungsbehörde klare Richtlinien zur Orientierung gegeben.
Zur Beruhigung für die Pfaffenhofener: Die beiden Eigentümer der zwei Gebäude am Hauptplatz, die ihren Denkmalstatus verloren haben, versichern, die Fassade trotzdem denkmalgerecht erhalten zu wollen.

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