Neues und Historisches

Pfaffenhofen ohne Museum

Pfaffenhofen ohne Museum

i 19. Juni 2015 von U. Beyer

"Stadtrat beerdigt Museum" - Unter dieser Überschrift meldet der Pfaffenhofener Kurier, dass der Stadtrat am 19. Juni 2015 mit 16 : 12 Stimmen gegen ein Glaubensmuseum mit neuem Konzept im Anbau der Spitalkirche gestimmt hat. Damit ist das Todesurteil gesprochen.
Die Stadtratsdebatte ist noch zu verfolgen im Livestream auf der Homepage der Stadt Pfaffenhofen.

Einzelne Kommentare von Mitgliedern des Heimat- und Kulturkreises:

"eine Stadt der Größe Pfaffenhofens benötigt mit Sicherheit ein Museum und auch ein lebendiges! Da sind sich sicher alle einig. Problem in Pfaffenhofen ist die Raumfrage, die einigen Stadträten angesichts der Kosten wohl nicht geheuer war, viele denken wohl auch an das geringe Interesse der "Sammlung" im Mesnerhaus und bedenken nicht, dass es anders und wesentlich ansprechender präsentiert worden wäre. Sehr gut war Kopetzkys Idee - die Frieder und ich schon einmal angedacht hatten - Stadt- und Zeitgeschichte mit einfließen zu lassen, um den Kreis der Interessenten und die Themenvielfalt zu steigern."

"Es ist die armselige Entscheidung des kulturfremden Stadtrats der lebenswertesten „Kleinstadt“ der Welt!"

"Die von Beginn an starke thematische und räumliche Beschränkung konterkariert die Schaffung eines Museums, das sich als lebendige Bildungsstätte versteht. Ein Depot, das den Objekten angemessen ist, und temporäre Ausstellungen setzten voraus, dass man dabei Verantwortung für den Erhalt der Kulturgüter übernimmt. Das braucht Raum, ein langfristig tragfähiges Konzept und kostet Geld, nicht nur guten Willen. Professionelles "Entsammeln", d.h. die Sammlung aufzulösen, wäre auch ein Weg, sich der Verantwortung für die vorhandenen Kulturgüter nicht zu entziehen."

"Es gibt einfach wichtigere und vor allem kostspieligere Angelegenheiten in Stadt und Land mit denen man Stimmen macht - keine Lobby!"

"Sehr schade!"

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